Kerstin Hensel liest aus Ihrem am 18. März 2026 erschienen Roman. Sie erzählt eine etwas andere Familien- und Lebensgeschichten aus Ost und West, die von falscher Moral, Spießertum und Anpassung handeln – und von zerplatzten Lebensträumen.
Karin und Wolf Kohlmann sind ein Geschwisterpaar, das Ende der 1960er-Jahre in der DDR aufwächst, in einer mitteldeutschen Chemiestadt. Wolf will nichts wie weg. Nach dem Dienst in der Volksmarine macht er als Kameramann und Fotograf in der Hauptstadt Karriere. Doch wird er von seiner Schwester Karin immer wieder gezwungen, nach Hause zurückzukehren – in die Enge der Plattenbausiedlung, in die vermeintlich heile Welt ihrer Kindheit. Oder Tillandsia Grütz. Eine junge Frau, die in der ersten Minute des Jahres 2000 geboren wurde – mit einem außergewöhnlichen analytischen Verstand. Ein Nerd-Girl, das in seiner eigenen Welt lebt. Ebenso bewundert wie einsam. Schon als Kind aber beschäftigt sie eine scheinbar merkwürdige Frage: Wie kommt es, dass sie nicht in der Lage ist zu gähnen, wo ihr doch alles andere in den Schoß fällt?
Wann: Freitag, 20.03.2026, 19:00 Uhr
Wo: Elisenstraße 5, 09111 Chemnitz, Buchhandlung am Brühl
Eintritt: Vorverkauf 10 EUR, Abendkasse 12 EUR
Reservierungen über info.BaB@posteo.de oder 0371-27868944

Kerstin Hensel wurde 1961 in Karl-Marx-Stadt geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester studierte sie am Institut für Literatur in Leipzig. Sie gilt als eine der vielseitigsten und einflussreichsten Vertreterinnen der deutschen Gegenwartsliteratur. Ihr Werk umfasst Lyrik, Romane und Erzählungen. Sie unterrichtet an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Seit 2024 ist Kerstin Hensel Leiterin der Sektion Literatur der Akademie der Künste Berlin. Bei Luchterhand sind zuletzt erschienen: der Lyrikband »Schleuderfigur« sowie der Roman »Regenbeins Farben«. Kerstin Hensel lebt in Berlin.
»Eine der außergewöhnlichsten Schriftstellerinnen Deutschlands.« dpa
»Kerstin Hensel ist eine der wichtigsten ostdeutschen Stimmen der Literatur.« Luchterhand
