Die Shoah und die DDR – Akteure und Aushandlungen im Antifaschismus

Das Cover des Buches Die Shoah und die DDR Akteure und Aushandlungen im Antifaschismus Reihe: Buchenwald und Mittelbau-Dora - Forschungen und Reflexionen; Bd. 7 - erschienen im Wallsztein Verlag. Autor Alexander Walther. Das Cover ist in Türkis und schwarz-weiß gehalten. Zu sehen ist ein Pastor, der vor einem Denkmal eine Predigt zu halten scheint.

Buchvorstellung mit Alexander Walther vom Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (SMAC). Unser Beitrag zu »Tacheles 2026. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen«.

Welche Rolle spielten jüdische Überlebende in der DDR in der kulturellen Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus? Wie konnten jüdische Verfolgungserfahrungen und antifaschistische Überzeugungen angesichts eines staatlich forcierten Antifaschismus verhandelt und artikuliert werden?
In seiner Buchvorstellung geht der Historiker Alexander Walther diesen Fragen nach. Ausgehend von Nachlässen und Egodokumenten sowie von Arbeiten des Schriftstellers Arnold Zweig, der Sängerin Lin Jaldati, des Feuilletonisten Heinz Knobloch oder des Historikers Helmut Eschwege zeigt er die Handlungsoptionen und Motivationen jüdischer, vereinzelt auch nichtjüdischer Akteure und Akteurinnen. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen eigensinnigem Handeln und teils parteiloyalen, mitunter schmerzhaften Zugeständnissen an Staat und Partei untersucht.

Wann: Samstag, 14.11.2025, 16:30 Uhr

Wo: Elisenstraße 5, 09111 Chemnitz, Buchhandlung am Brühl

Eintritt frei, Voranmeldung erbeten über info.BaB@posteo.de oder 0371-27868944

© Annelie Blasko | smac

Alexander Walther, geb. 1989, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt »Tacheles 2026. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen« am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz. Er studierte Geschichte und Englisch für das Lehramt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt.
Veröffentlichung: Socialist Yiddishlands. Language Politics and Transnational Entanglements between 1941 and 1991 (hg. mit Miriam Chorley-Schulz, 2024).