Die Lage

Das Cover von "Die Lage" von Mesut Bayrakar. Das Cover ist rot mit einem Schmetterling in weiß, der wie an einer Mittellinie gespiegelt wirkt.. Die Schrift auf dem Cover ist weiß.

Mesut Bayraktar liest aus seinem Erzählband „Die Lage“ und erzählt dabei die Geschichten von Menschen, die in der Literatur nur selten vorkommen.

Auch in Deutschland existiert ein Universum der Armut und Gewalt. Im Mainstream von Medien und Politik wird hingegen ausschließlich von Chancen, Aufstieg und fairem Diskurs gesprochen. Mesut Bayraktar erzählt mit poetischer Kraft und ungeschminktem Realitätssinn die Geschichten von Menschen, die in der Literatur nur selten vorkommen. In achtzehn Erzählungen beschreibt er stille Wut und laute Wut. Er konfrontiert die Literatur und Sprache mit Lärm, Arbeit, Enge, Sehnsucht – mit einsamen Körpern und ihrem Widerstand.

Wann: Freitag, 24.04.2026, 19:00 Uhr

Wo: Elisenstraße 5, 09111 Chemnitz, Buchhandlung am Brühl

Eintritt: Vorverkauf 8 EUR, Abendkasse 10 EUR

Reservierungen über info.BaB@posteo.de oder 0371-27868944

Mesut Bayraktar, geboren 1990 in Wuppertal und Kind türkischer Arbeitsmigranten, hat nach seinem Jurastudium in Düsseldorf, Lausanne und Köln als Rechtsreferendar gezweifelt, ob er wirklich in die Justiz gehört. Schließlich entschied er sich für die Literatur und schloss sein Zweitstudium in Philosophie in Stuttgart ab. Zahlreiche Kurzgeschichten und Gedichte von ihm wurden in Anthologien veröffentlicht. Einige wurden ausgezeichnet. Dann ist 2018 sein erster Roman »Briefe aus Istanbul« und sein Theaterstück »Die Belagerten« (Verlag Dialog-Edition) erschienen. Neben Erzählungen und Theaterstücken schreibt er Essays, Literatur- und Theaterkritiken für diverse Zeitungen und Magazine. Er hat die Zeitschrift »nous – konfrontative Literatur« 2013 mitgegründet und ist dort Redakteur. Ebenfalls im Autumnus Verlag erschienen: »Wunsch der Verwüstlichen« und »Linke Melancholie«

Klassenkampf und Literatur, geht das zusammen? Mesut Bayraktar beweist es mit seinen Geschichten. In glasklarer Sprache, mit analytischer Schärfe und atmosphärischer Dichte zeigt er seine Figuren und damit die lohnarbeitende Klasse mit dem, was der Kapitalismus für sie eigentlich nicht vorsieht: Vielfalt, Bewusstsein, Würde.“ – Christian Baron über „Die Lage“